Zum Hauptinhalt springen

Neue kapazitive ACC Grenzstandsensoren

Agromatic präsentiert mit der ACC116-Serie eine Weiterentwicklung der Grenzstand-Sensor-Familie für die Detektion des Füllstandes in Silos, Bunkern, Flachlagern und ähnlichen Anwendungen. Die Sensoren können für sämtliche organischen und nichtorganischen Produkte mit einer Restfeuchtigkeit von über 4%, rsp. einem DK Wert von min 2, oder Flüssigkeiten verwendet werden. Durch ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten können die Sensoren sowohl von oben, von der Seite als auch von unten in ein Behältnis eingebaut werden. Mit dem Aufkommen von neuen Messtechnologien wurde eine komplett neue Elektronik für die Grenzstand-Messung entwickelt. Die neue Sensorik ist in allen bisherigen Gehäusetypen lieferbar. Diese bestehen aus robusten Metallgehäusen, welche für raue Industrieumgebungen ausgelegt sind. Die Sensorik kann sowohl als Stab- und Seilsonde, die als Vollmelder eingesetzt, als auch als Plattensonde für die Leermeldung verwendet werden.

Zusammen mit der Temperaturmessung kann der Vollmelder auch als sogenannte Kombi-Stabsonde in der Bodendose der Temperaturmessanlage verbaut werden. Dies hat den grossen Vorteil, dass für beide Anwendungen nur eine Installation notwendig ist.

Als weitere Neuheit kann die neue ACC116-Vollmelder-Serie auch als Variante mit Bodendose, die einbetoniert wird, und Seilverlängerung geliefert werden. Der grosse Vorteil der Bodendose besteht darin, dass auf dem Siloboden nichts vorsteht, die Elektronik jedoch von oben zugänglich bleibt. Dadurch werden Stolperstellen eliminiert und eine sehr einfache Reinigung des Silobodens ermöglicht. Durch die Flexibilität des Seilauslegers ist auch gewährleistet, dass Silozellen mit einer sehr hohen Materialeintragsleistung zuverlässig auf Vollstand überwacht werden können. Die Seillänge beträgt maximal 12m, kann aber wenn nötig problemlos vor Ort eingekürzt werden.

Das Herzstück der Entwicklung ist eine hochempfindliche Sensorik. Agromatic setzt dabei auf einen neuen, selbst entwickelten Sensor im Bereich der Frequenzhubtechnologie. Dieser Sensor erlaubt eine enorme Empfindlichkeit bei gleichzeitiger Unterdrückung von Störungen, wie sie oft im Bereich von Müllerei und Lagerhäusern vorkommen. Auch kompensiert die Elektronik Temperaturschwankungen und Anhaftungen am Sensorstab oder Seil. Die Sensoren werden standardmässig mit einer umschaltbaren 24VDC-/ 230VAC -Speisung  mit einem potentialfreien Relaiskontakt ausgeliefert, sind aber auch in einer 10-30VDC-Variante für den Einbau in die ATEX-Zone 20 lieferbar.

Einfache Bedienung

Der Sensor wird sehr einfach über drei Taster konfiguriert, dabei zeigen die 8 Doppelfarben-LED’s die einzelnen Konfigurationsebenen des Sensors an. In wenigen Schritten ist der Sensor abgeglichen, als Voll- oder Leermelder eingestellt, in der Empfindlichkeit verstellt oder die Schaltverzögerung angepasst. Über die LED-Anzeige sind die Einstellungen immer direkt am Sensor sichtbar, für den Abgleich wird kein Zusatzgerät benötigt. Über die LED-Anzeige werden sowohl die konfigurierten Schaltschwellen, als auch der aktuell gemessene Pegel angezeigt. Dadurch wird es dem Benutzer ermöglicht, die Funktion des Sensors sehr einfach zu überprüfen.

Connectivity und Datenanalyse

Bei der neuen Sensortechnologie werden viele Daten des Sensors geloggt. So werden im internen Speicher die höchsten und tiefsten Messwerte, die Anzahl Schaltzyklen und die Betriebsstunden gespeichert. Auch interne Messwerte wie die Betriebsspannung werden aufgezeichnet. Liefert ein Sensor nicht die erwarteten Resultate, können, unter Verwendung eines Adapters und eines Diagnosetools, diese Daten ausgelesen werden. Mit dem Diagnosetool können die gespeicherten Daten analysiert und ausgewertet werden. Zusätzlich bietet es die Möglichkeit, Konfigurationsdaten von Sensor zu Sensor zu übertragen.

Bewährte Features

Die neue Sensorgeneration ist zu 100% kompatibel zu den bisherigen kapazitiven Sensoren von Agromatic. Nicht nur die mechanischen Merkmale wie der Prozessanschluss, sondern zum Beispiel auch die bei Kunden beliebte Funktion des Fernabgleichs über das Ex-Stromversorgungsmodul wurden übernommen. Die neuen Sensormodule können daher auch als Ersatzteile für bestehende Sensoren verwendet werden. Weiterhin arbeiten die Grenzstands-Sensoren von Agromatic mit nur einer Leitung, das heisst die Erfassung des Vollstands wird via Sensorstab, Seil oder Platte ausgeführt. Dies erlaubt das besonders einfache Kürzen des Stabes oder Seils auf die gewünschte Länge vor Ort, wodurch eine Sonde sehr einfach auf die gewünschte Auslösehöhe eingestellt werden kann. Falls dies einmal misslingt, also der Stab oder das Seil zu weit gekürzt wurden, kann problemlos die Stab- oder Seilverlängerung vor Ort ersetzt werden. Die maximale Stablänge beträgt 4m und diejenige der Seilverlängerung 12m.

Bereits erprobt

Bereits seit über einem Jahr sind Sensoren der ACC116-Serie in verschiedenen Applikationen bei unterschiedlichen Kunden eingesetzt. Die neue Sensorik ist damit bereits im produktiven Umfeld erprobt, unter anderem in Getreide, Pellets, Mehl und Kies.
Wie flexibel einsetzbar die neuen Sensoren sind, zeigt untenstehendes Bild exemplarisch, wo ein Sensor am Bandabwurf eines Kieswerkes eingesetzt ist. Der Betreiber hat hier diverse Anpassungen an der Seilverlängerung vorgenommen. Nur zur Erinnerung: es handelt sich hierbei um einen kapazitiven Sensor, der Wind und Wetter ausgesetzt ist.

Die Grenzstand-Sensoren der ACC-Serie sind für alle Staub-EX ATEX-Zonen einsetzbar. Die Zone-20-Zertifizierung erlaubt die Montage der Sensoren direkt im Silo. Zudem sind alle Typen standardmässig auch für Zonentrennung 20/21 über den Prozessanschluss zugelassen.